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Nachruf: Wendelgard v. Staden (1925-2026)

Wendelgard von Staden im Juni 2023 bei einer Veranstaltung im
Seminarraum der Gedenkstätte

Wir trauern um Wendelgard von Staden. Die Zeitzeugin und Autorin, Diplomatin a.D. und Diplomatengattin, die Trägerin sowohl des Bundesverdienstkreuzes als auch der Bürgermedaille der Stadt Vaihingen/Enz ist am Donnerstag, den 21. Mai 2026 in ihrer Heimat auf dem Leinfelder Hof verstorben; einhundert Jahre nach ihrer Geburt „unweit einer langgestreckten Hügelkette inmitten von Obstgärten und Feldern“, wie es in ihrem Buch „Nacht über dem Tal“ heißt. Es machte sie etwa in der Mitte ihres langen Lebens diesseits und jenseits des Atlantiks fast schlagartig bekannt, indem es jene Eindrücke des Konzentrationslagers Vaihingen verarbeitete, die sie viel später mit einem „Eisberg, der nicht schmelzen wollte“, verglich.

Das schmale, aber ungemein wirkungsvolle Bändchen entstand Ende der 1970er Jahre in den USA, wo Berndt von Staden als deutscher Botschafter eingesetzt war, eigentlich für den privaten und familiären Kreis. Zur Veröffentlichung kam es, weil sich Marion Gräfin Dönhoff vehement dafür eingesetzt hatte; mit dem vom Verlag gewählten Titel war die Autorin nie so richtig einverstanden. Lesen Sie hier den gesamten Nachruf.




zuletzt aktualisiert am 25.05.2026

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Die KZ-Gedenkstätte Vaihingen/Enz e.V.

hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Opfer zu ehren, gegen Vorurteile, Ignoranz, Radikalismus und Fanatismus zu arbeiten und die Kontakte zu Überlebenden und ihren Nachkommen aufrecht zu erhalten.

In Gedenkfeiern und durch weitere Aktivitäten versucht sie, die Ereignisse im Glattbachtal im Bewusstsein der Öffentlichkeit zu halten. Mit dieser Internetpräsenz informiert sie über die Geschehnisse und leistet somit einen wichtigen Beitrag zur Aufarbeitung der Regionalgeschichte im Landkreis Ludwigsburg.

Im Konzentrationslager Vaihingen/Enz

wurden zwischen August 1944 und April 1945 etwa 1700 Menschen durch unmenschliche, erniedrigende und schreckliche Arbeits- und Lebensbedingungen Opfer des nationalsozialistischen Terrorregimes.

Zunächst als Arbeits-, dann als Krankenlager organisatorisch dem Konzentrationslagers Natzweiler im Elsass unterstellt wurden dort etwa 5000 Häftlinge aus über 20 Nationen ganz Europas inhaftiert und der „Vernichtung durch Arbeit“ ausgesetzt bzw. ihren schwersten Krankheiten und der mangelhaften Hygiene und völlig unzureichenden Versorgung überlassen.