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Sonntag, 12. April 2026 – Gut besuchte Gedenkfeier trotz Regen

Leichter Regen hielt die Besucher nicht ab zahlreich zu kommen.

Rund 80 Teilnehmer fanden sich auf dem KZ-Friedhof ein, um gemeinsam den Opfern des KZ-Vaihingen/Enz, dessen Befreiung sich im April 2026 zum 81. Mal jährte, zu gedenken. Vorstandssprecher Rainer Mayer stellte in seiner Begrüßung die Wichtigkeit des ehrenamtlichen Engagements in der Zivilgesellschaft heraus, um zum einen unsere Gesellschaft in vielen Bereichen am Laufen und zusammen zu halten und zum anderen den Anfeindungen, denen sie ausgesetzt ist, entgegen zu treten. Oberbürgermeister Uwe Skrzypek-Muth beklagte, dass sowohl in der Vaihinger Stadtgesellschaft als auch bundesweit zu wenig gegen Kräfte getan wird, die die Verbrechen des Nationalsozialismus relativieren oder gar ganz leugnen. Er lobte die sich eherenamtlich engagierenden Männer und Frauen im Gedenkstättenverein und bedankte sich für ihre Arbeit.

Den inhaltlichen Schwerpunkt legten aber die Schüler der Klassenstufe 9 des Friedrich-Abel Gymnasiums Laura Grünzner, Constantin Fröhlich, Annalena Linck und Nele Schnitzer mit ihren eindrücklichen Ausführungen zu Freiheit und Befreiung.

Aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchteten sie die Thematik und resümierten: „Befreit zu sein, bedeutet nicht frei zu sein …“ und vor allem „Freiheit benötigt Erinnerung, Erinnerung an die Vergangenheit und an dieses schreckliche Verbrechen, um den unschätzbaren Wert von Freiheit zu begreifen.“

Danach legten sie mit der musikalischen Begleitung durch den Bläserkreis Vaihingen unter der Leitung von Wolfgang Kapp am Gedenkstein den Kranz zur Erinnerung an die Opfer nieder.

In seinem Schlusswort bedankte sich Rainer Mayer bei allen, die die gelungene Veranstaltung ermöglichten. Abschließend konnten die Teilnehmer noch eine Blume zum persönlichen Gedenken an den Gräbern niederlegen.

zuletzt aktualisiert am 13.04.2026

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Die KZ-Gedenkstätte Vaihingen/Enz e.V.

hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Opfer zu ehren, gegen Vorurteile, Ignoranz, Radikalismus und Fanatismus zu arbeiten und die Kontakte zu Überlebenden und ihren Nachkommen aufrecht zu erhalten.

In Gedenkfeiern und durch weitere Aktivitäten versucht sie, die Ereignisse im Glattbachtal im Bewusstsein der Öffentlichkeit zu halten. Mit dieser Internetpräsenz informiert sie über die Geschehnisse und leistet somit einen wichtigen Beitrag zur Aufarbeitung der Regionalgeschichte im Landkreis Ludwigsburg.

Im Konzentrationslager Vaihingen/Enz

wurden zwischen August 1944 und April 1945 etwa 1700 Menschen durch unmenschliche, erniedrigende und schreckliche Arbeits- und Lebensbedingungen Opfer des nationalsozialistischen Terrorregimes.

Zunächst als Arbeits-, dann als Krankenlager organisatorisch dem Konzentrationslagers Natzweiler im Elsass unterstellt wurden dort etwa 5000 Häftlinge aus über 20 Nationen ganz Europas inhaftiert und der „Vernichtung durch Arbeit“ ausgesetzt bzw. ihren schwersten Krankheiten und der mangelhaften Hygiene und völlig unzureichenden Versorgung überlassen.