Schülerinnen und Schüler der Schloßbergschule Vaihingen an der Enz engagieren sich für die KZ-Gedenkstätte bei den Projekttagen im Juli 2026

Bei denMäh- und Rodungsarbeiten

Im Rahmen der Projekttage der Schloßbergschule Vaihingen vom 8. bis 10. Juli engagierte sich die Klasse 9b mit 20 Schülerinnen und Schülern unter der Leitung ihres Lehrers René Lothmann sowie des Schulsozialarbeiters Michel Wieland für die Pflege des Platzes vor dem ehemaligen KZ-Stollen.

Mit großem Einsatz mähten die Jugendlichen die Grünflächen, entfernten Gestrüpp und Dornenhecken, schnitten den Pflanzenwuchs zurück und sorgten dafür, dass der gesamte Bereich wieder einen gepflegten und würdigen Eindruck vermittelt. Ein besonderer Beitrag war der Ersatz des maroden Zauns durch einen neuen Staketenzaun, der den Erinnerungsort deutlich aufwertet.

Die KZ-Gedenkstätte Vaihingen bedankt sich herzlich bei allen Schülerinnen und Schülern sowie bei ihren Begleitern für die hervorragende Arbeit. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Der Platz vor dem Stollen präsentiert sich heute deutlich gepflegter und unterstreicht die Würde dieses historischen Ortes.

Das Projekt ist zugleich ein sichtbares Zeichen der vor einem Jahr vereinbarten Bildungspartnerschaft zwischen der KZ-Gedenkstätte Vaihingen und der Schloßbergschule. Diese Partnerschaft verfolgt das gemeinsame Ziel, Erinnerung lebendig zu halten und junge Menschen für die Geschichte des ehemaligen Konzentrationslagers Vaihingen und die Verantwortung der Gegenwart zu sensibilisieren.

Wie bei der Unterzeichnung der Bildungspartnerschaft betont wurde, soll die Zusammenarbeit weit über die Vermittlung historischer Fakten hinausgehen. Schülerinnen und Schüler sollen Geschichte unmittelbar erfahren und erkennen, dass die nationalsozialistischen Verbrechen nicht an einem fernen Ort, sondern mitten in ihrer Heimat geschehen sind. Durch gemeinsame Projekte wie diesen Arbeitseinsatz wird der Erinnerungsort zu einem Lernort, an dem Verantwortung, Respekt und demokratische Werte praktisch erfahrbar werden.

Der fertige Staketenzaun grenzt den Stollenvorplatz von der Straße ab.
Es fiel viel Schnittgut an.

Die KZ-Gedenkstätte freut sich auf die weitere Zusammenarbeit mit der Schloßbergschule und auf weitere gemeinsame Projekte, die dazu beitragen, die Erinnerung an die Opfer des KZ Vaihingen wachzuhalten und den Auftrag von Margot Friedländer mit Leben zu erfüllen: „Was war, können wir nicht ändern. Aber es darf nie wieder geschehen.“

Bericht von Günter Baumgärtner, Vorstandsmitglied der Gedenkstätte, der die Kooperation mit der Schloßbergschule Vaihingen maßgeblich vorantreibt;