18. März 2026: Vortrag zum Zusammenhang von Sprache und Demokratie
Im Rahmen der „Woche für Vielfalt“ zeigt die KZ-Gedenkstätte Vaihingen/Enz eine Ausstellung des DZOK Ulm „Man wird ja wohl noch sagen dürfen“. Als Begleitprogramm fand im voll besetzten evangelischen Gemeindehaus ein Vortrag von Dr. Franziska Maier vom Institut für Sozialwissenschaften an der Universität Stuttgart statt. Ihr aktuelles Thema „Worte formen Wirklichkeit: Wie Sprache demokratischen Normen verschiebt und was wir dagegen tun können“. Dabei erklärte Frau Dr. Maier zunächst den Begriff „Demokratie“. Zu einer liberalen Demokratie sollten: Freie Wahlen, Gewaltenteilung, Meinungsfreiheit und Minderheitenschutz gehören. Wir nähmen dies oft als selbstverständlich wahr. Es seien aber Themen, für die man sich auch weiterhin aktiv einsetzen müsse. Dafür sei ein für Argumente offener, sachlicher und gleichberechtigter Austausch wichtig, auch bei unterschiedlichen Positionen.
Aus ihren Forschungsergebnissen berichtete sie darüber, wie die Demokratie in Deutschland im Rahmen eines Scorings bewertet wird und wie die Menschen zur Demokratie stehen. Sie zeigte auf, dass doch ein großer Teil der deutschen Bevölkerung diese Staatsform schätzt. Das sah man auch an der großen Teilnehmerzahl dieser Veranstaltung und an der Zusammensetzung des Publikums, das ein breites Altersspektrum abbildete. Am Ende des Vortrages konnte Frau Dr. Maier noch aufzeigen, welche Möglichkeiten es gäbe, um Entscheidungs- und Meinungsbildungsprozesse auch in liberalen Demokratien effektiver zu gestalten.
Bei der anschließenden Frage- und Diskussionsrunde konnte Frau Dr. Maier noch zu interessanten und aktuellen Themen Stellung beziehen. Nach dem Vortrag konnte noch die Ausstellung besucht werden.